Tier abgeben – ist das ok?

„Ein Tier schafft man sich für das ganze Leben an!“
– Diesen Satz unterschreiben wir alle. Aber das Leben ist nicht schwarz-weiß; es besteht aus unzähligen Grautönen.
Natürlich tragen wir die Verantwortung, auch wenn es mal unbequem, teuer oder anstrengend wird.
Doch Verantwortung bedeutet nicht, krampfhaft an einer Situation festzuhalten, die weder Mensch noch Tier guttut.
Wenn zwei Menschen nach Jahren feststellen, dass ein gemeinsames Leben nicht mehr funktioniert, ist eine Scheidung heute gesellschaftlich akzeptiert. Niemand würde verlangen, aus Prinzip in einer unglücklichen Ehe zu verharren.
Warum sollte das bei der Beziehung zwischen Mensch und Hund anders sein?
Ein harmonisches Zusammenleben lässt sich nicht erzwingen. Wenn es einfach „nicht passt“, entsteht eine dauerhafte Dynamik aus:
Dauerstress: Die ständige Anspannung überträgt sich direkt auf das Tier &
Hormonellem Ungleichgewicht: Ein chronisch hohes Stresslevel schadet der Gesundheit von Mensch und Hund gleichermaßen.
Es ist weitaus fairer, für den Hund ein Zuhause zu suchen, das besser zu seinem Charakter und seinen Bedürfnissen passt, als ihn jahrelang in einer Atmosphäre der Frustration mitschleifen zu lassen.
Ein neues, passenderes Zuhause zu suchen, ist kein „Abschieben“.
Es ist die Entscheidung, dem Hund die Chance auf ein entspanntes Leben zu geben, die er bei uns vielleicht nie hätte. Wahre Tierliebe bedeutet die Größe zu besitzen, zu sagen: „Ich möchte, dass du glücklich bist – auch wenn ich nicht derjenige bin, der dir dieses Glück geben kann.“
*Wollte ich einfach mal gesagt haben, für alle die es brauchen.“