Vitamin B12 erniedrigt?

Vitamin B12 Blutabnahme Vena saphena
Blutabnahme zur Bestimmung des Vitamin B12

 

Ein Mangel an Vitamin B12 kommt beim Hund gar nicht so selten vor. Das liegt unter anderem daran dass der recht komplizierte Aufnahmeprozess im Körper, beim Hund störungsanfälliger ist als beim Menschen.

 

Bei welchen Symptomen sollte ich meinen Hund testen lassen?

Dazu gehören z.B. Chronischer oder wiederkehrender Durchfall, Gewichtsverlust & Appetitlosigkeit, Erbrechen, schlechter Fellzustand.
Aber auch Müdigkeit, Schwäche, ein unsicherer Gang, Zittern, Teilnahmslosigkeit und Nervosität.

Und was sind die möglichen Ursachen für einen Mangel?
Zum Beispiel Erkrankungen des Pankreas und / oder des Darms, z.B. Entzündungen (IBD) und Dysbiosen.
Dies sind die häufigsten Ursachen für eine verminderte B12 Aufnahme.
Ausgelöst werden diese Erkrankungen im Verdauungsapparat häufig durch nicht optimal Ernährung.

Das schwierige dabei ist: gibt es erst einmal eine Störung und die Vitamin B12 Aufnahme funktioniert nicht mehr richtig, könnnen sich die betroffenen Organe, aufgrund des Vitamin B12 Mangels schlechter regenerieren.
Kurz gesagt: kranker Darm-> wenig Vitamin B12 => wenig Vitamin B12 -> kranker Darm!
Eine Abwärtsspirale beginnt, die man zunächst unterbrechen muss, um eine Regeneration in Gang zu setzen.

 

Wie sieht die Behandlung aus?

Es reicht also nicht aus nur die Entzündung und die Dysbiose im Darm zu behandeln. Gerade bei einem signifikanten Mangel an Vitamin B12 ist es entscheidend diesen auch zu behandeln. Ein leichter Mangel kann häufig noch mit hoch dosierten Präparaten oral behoben werden. Die häufig bevorzugte Methode ist allerdings die subkutane Injektion. So wird das Vitamin direkt in die Blutbahn aufgenommen und muss nicht über den, ohnehin schon gestörten, Darm in den Körper gelangen.
Natürlich darf auch die Behandlung des ursprünglichen Problems nicht vergessen werden. Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, sowie ein gestörtes Darmmikrobiom müssen parallel in Ordnung gebracht werden.
Nach oder während der Therapie sollte eine Verlaufskontrolle stattfinden.

Bei diesem Patienten hat eine tägliche orale Gabe von Vitamin B12 und eine gleichzeitige Therapie des Darmmikrobioms, über einen Zeitraum von vier Monaten, ausgereicht um seine Werte wieder in den Normbereich zu bekommen.

Therapiepläne sollten natürlich immer individuell erstellt werden.

 

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