Welches Material für Futternäpfe?

Wie wichtig ist die Auswahl des Futternapfes für die Gesundheit meines Tieres?

Tatsächlich wird dieser Aspekt häufig vernachlässigt oder vergessen. In meiner Praxis gehört die Frage: “Aus welchem Material bestehen eure Futter- und Wassernäpfe?” zur regulären Anamnese. 

Und das aus einem wichtigen Grund ☝🏼 

Denn einige Materialen, die für Näpfe verwendet werden, können Allergien und Krankheiten hervorrufen. Manche gelten sogar als krebserregend! 

Die üblichen Materialien sind Kunststoff & Melamin, Edelstahl, Glas, Porzellan & Keramik oder EM-Keramik. 

Kunststoff und Melamin kann Weichmacher, BPA oder Formaldehyd freisetzen. Besonders wenn das Futter in dem Napf erwärmt wird oder dieser Kratzer hat. Diese Stoffe können Allergien (z.B. Kinnakne) auslösen, aber auch hormonelle Probleme verursachen (Stichwort: Fellverlust durch Östrogen) oder krebserregend sein. 

Besonders wenn das kühlschrankkalte Futter kurz in der Mikrowelle erwärmt wird, können diese gesundheitsgefährdenden Stoffe abgegeben werden! 

Dazu kommt dass sich Kunststoff nicht mehr gut reinigen lässt, sobald die Oberfläche beschädigt ist, durch Kratzer und Abnutzung. 

Bei Edelstahl ist es besonders wichtig auf die Qualität zu achten. Billige Näpfe können rosten oder Nickel und andere allergieauslösende Metalle freisetzen, die den Körper auf Dauer belasten und krank machen können. 

Nur lebensmittelechtes Edelstahl ( 304 und 316 !!) ist unbedenklich. Zusätzlicher Nachteil ist dass es nicht mikrowellengeeignet ist. 

Vorteil von Edelstahl ist dass es leicht zu reinigen und bruchfest ist. 

Glas ist hygienisch und gesundheitlich unbedenklich, aber leicht zerbrechlich und daher nicht optimal. 

Porzellan und Keramik ist, meines Erachtens nach, am besten geeignet. Es ist hygienisch und leicht zu reinigen, gibt keine giftigen Stoffe ab und kann bedenkenlos in die Mikrowelle und Spülmaschine.  

Keramiknäpfe sollten dabei schwer genug sein, dass der Hund sie nicht einfach umschmeißen kann. Für kleine Hunde eignet sich auch Porzellan sehr gut, da es grundsätzliche nicht so spröde wie Keramik ist und daher nicht so schnell bricht. 

EM-Keramik ist für Futternäpfe nicht relevant, aber ideal für Wassernäpfe. 

Die Idee hinter EM-Keramik ist dass im Keramik effektive Mikroorganismen eingebrannt sind, die Informationen an Bakterien im Wasser abgeben und diese dadurch positiv “programmieren”. Tatsächlich können Bakterien nachgewiesenermaßen Informationen austauschen (z.B. wenn sie Resistenzen entwickeln usw.). Diesen Umstand macht sich EM-Keramik zunutze und gibt die Informationen von effektiven Mikroorganismen kontinuierlich an das Wasser ab und kann damit den Verdauungstrakt des Tieres positiv beeinflussen. So kann man die Gesundheit sogar aktiv unterstützen. 

Im Futternapf steht die Nahrung üblicherweise nicht sehr lange, daher ist das Risiko dort geringer als beim Wassernapf, in dem das Wasser viele Stunden steht und somit mehr Zeit hat Giftstoffe u.ä. aufzunehmen. 

Noch ein Hinweis: Grundsätzlich müssen Wasser- und Futternäpfe täglich mit heißem Wasser und einem geeigneten Reinigungsmittel gespült werden.

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